Fachgebundene Fachhochschulreife – Wissenswertes über den Abschluss und die Nachholmöglichkeiten

Menschen, die ihren Bildungsstand auch nach dem ersten Schulabschluss verbessern möchten und einen höheren Abschluss anstreben, liegen mit dem zweiten Bildungsweg goldrichtig. Wer hier nach Lehrgängen zur fachgebundenen Fachhochschulreife sucht, wird allerdings nicht fündig.

Dies liegt keineswegs an der schlecht ausgebauten Erwachsenenbildung in Deutschland, sondern ist darauf zurückzuführen, dass die fachgebundene Fachhochschulreife als offizieller Schulabschluss nicht existiert.

Da es die fachgebundene Fachhochschulreife nicht gibt, stellt sich die Frage, welche Abschlüsse stattdessen zur Wahl stehen. Grundsätzlich liegt es nahe, dass Interessenten die fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife meinen.

In beiden Fällen ist umgangssprachlich zwar vom Fachabitur die Rede, aber eigentlich handelt es sich um zwei eigenständige und sehr unterschiedliche Abschlüsse. All diejenigen, die daran denken, die fachgebundene Fachhochschulreife nachzuholen, sollten daher ergründen, welcher Abschluss ihr Ziel ist. Hier finden sie weiterführende Informationen und können sich zunächst einen Überblick verschaffen.

Die fachgebundene Fachhochschulreife nachholen

Es ist zunächst festzuhalten, dass es nicht möglich ist, die fachgebundene Fachhochschulreife nachzuholen. Dieser Abschluss existiert nicht, so dass auch auf dem zweiten Bildungsweg kein Weg zum entsprechenden Ziel führt. Interessierte sollten dies schnell anerkennen und umdenken. So ist es wichtig, zu ergründen, worauf es jeweils ankommt. Dementsprechend kann man dann eine Wahl zwischen der Fachhochschulreife und der fachgebundenen Hochschulreife treffen.

Unabhängig davon, welchen Weg man schlussendlich einschlägt, hält der zweite Bildungsweg spannende Möglichkeiten bereit. Junge Erwachsene, die einen höheren Abschluss anstreben, werden ebenso wie Eltern in Elternzeit oder Berufstätige fündig.

Dafür sorgen die folgenden Optionen zum Nachholen eines Schulabschlusses:

5 Tipps zum Nachholen der fachgebundenen Fachhochschulreife

Der Wunsch, die fachgebundene Fachhochschulreife nachzumachen, kann nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Akademisierung entstehen. Zudem ist das lebenslange Lernen in aller Munde und führt den Menschen die Bedeutung von Bildung immer wieder vor Augen.

Diejenigen, die diesbezüglich bei sich selbst Defizite erkennen, können einen höheren Schulabschluss nachholen und so die Basis für einen Aufstieg durch Bildung schaffen. Damit dies gelingt, gibt es im Folgenden fünf Tipps.

Informieren Sie sich über Alternativen zur nicht-existierenden fachgebundenen Fachhochschulreife!

Zuerst sollten Interessierte erkennen, dass die fachgebundene Fachhochschulreife nicht existiert. Stattdessen stehen ihnen die folgenden Abschlüsse als Alternativen zur Auswahl:

  • Fachgebundene Hochschulreife
  • Fachhochschulreife

Planen Sie Ihren Lernalltag!

Unabhängig davon, welcher Abschluss nachträglich erworben werden soll, bedeutet dies für die Teilnehmenden eine erhebliche Umstellung. Als Erwachsene haben sie berufliche und/oder private Verpflichtungen und müssen das Lernen irgendwie integrieren. Es ist daher wichtig, sich Freiräume zu schaffen und ein solides Zeitmanagement an den Tag zu legen.

Fassen Sie ein individuelles Selbststudium ins Auge!

Die Teilnahme an einem Lehrgang zum nachträglichen Erwerb der Fachhochschulreife oder fachgebundenen Hochschulreife ist die übliche Vorgehensweise, aber es geht auch anders.

Wer autodidaktisch veranlagt ist und sich maximale Freiheiten wünscht, kann ein Selbststudium probieren. Die Anerkennung steht außer Frage, sofern abschließend die externe Nichtschülerprüfung absolviert wird.

Nutzen Sie die Möglichkeiten des E-Learnings!

Per Fernstudium Fachabitur zu machen, erscheint überaus verlockend. Neben den zahlreichen Freiheiten sind hier vor allem die technischen Möglichkeiten des E-Learnings zu nennen. Von diesen können allerdings auch Teilnehmende an anderen Lehrgangsformen profitieren.

In der Praxis bewährt es sich, ergänzend Online-Übungen zu absolvieren, sich über die sozialen Netzwerke auszutauschen, in Foren aktiv zu sein und an Sitzungen in virtuellen Klassenzimmern teilzunehmen.

Bemühen Sie sich um eine Förderung Ihres Vorhabens!

Einen Schulabschluss nachzumachen, ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung. Auch an die Finanzen muss man dabei denken, denn einige Lehrgangsanbieter erheben hohe Gebühren, während zudem auch für die Lebenshaltungskosten gesorgt sein muss.

Daher ist es ratsam, nach Förderungen Ausschau zu halten und sich beim Arbeitsamt, BAföG-Amt und beim jeweiligen Anbieter über Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren.

Worin besteht der Unterschied zwischen der fachgebundenen Fachhochschulreife und der allgemeinen Fachhochschulreife?

Wer den Unterschieden zwischen der fachgebundenen und der allgemeinen Fachhochschulreife auf den Grund gehen möchte, stellt zunächst fest, dass diese Bezeichnungen nicht geläufig sind. Stattdessen gibt es die Fachhochschulreife und die fachgebundene Hochschulreife. In beiden Fällen ist umgangssprachlich vom Fachabitur die Rede.

Dies ist aber nicht korrekt und wird den Differenzen nicht gerecht. Daher ist es wichtig, die folgende Unterscheidung vorzunehmen:

  • Fachhochschulreife
    berechtigt zu einem beliebigen Studium an einer Fachhochschule
  • Fachgebundene Hochschulreife
    berechtigt zu einem fachgebundenen Studium an einer Fachhochschule oder Universität

Wer kann die fachgebundene Fachhochschulreife nachholen?

Der Zugang zu einem Fachabitur-Lehrgang auf dem zweiten Bildungsweg kann sehr unterschiedlich ausfallen. In der Regel sollten die Teilnehmenden mindestens den mittleren Bildungsabschluss mitbringen. Wer damit nicht dienen kann, kann Vorkurse absolvieren und so Anschluss finden. Hinsichtlich der Voraussetzungen ist es folglich wichtig, mit dem betreffenden Anbieter in Kontakt zu treten.

Warum ist vielfach von der fachgebundenen Fachhochschulreife die Rede?

Obwohl es die fachgebundene Fachhochschulreife nicht gibt, wird dies oftmals fälschlicherweise angenommen. Dies liegt daran, dass die Fachhochschulreife typischerweise mit einem Schwerpunkt absolviert wird, der auch im Zeugnis hervorgehoben wird. Dadurch kann der Eindruck entstehen, die betreffende Fachhochschulreife sei fachgebunden. Dem ist allerdings nicht so.

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Menschen, die im Rahmen der Erwachsenenbildung einen höheren Schulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg anstreben und beispielsweise auf die fachgebundene Fachhochschulreife stoßen, sollten den folgenden Tipp aus unserer Redaktion unbedingt beherzigen.

Nehmen Sie eine Bildungsberatung in Anspruch!

Wenn es darum geht, einen Schulabschluss nachzumachen, sollte im Vorfeld stets eine ausführliche Bildungsberatung stattfinden. Dies gilt ganz besonders in Zusammenhang mit der fachgebundenen Fachhochschulreife.

Um aufzuklären, dass diese nicht existiert und stattdessen die Fachhochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife in Betracht kommt, bedarf es einer guten Beratung. Das Arbeitsamt erweist sich dafür als lohnende Anlaufstelle und informiert anbieterunabhängig.

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