Abitur in Geografie – Geografie als Prüfungsfach im Abitur

Das Schulfach Geografie beziehungsweise Erdkunde trägt maßgeblich zur Allgemeinbildung der Schülerinnen und Schüler bei und wird daher spätestens auf der weiterführenden Schule unterrichtet. Oftmals widmet sich bereits der Sachkundeunterricht der Grundschule einzelnen Themen der Geografie und führt die Kleinsten allmählich an die Erdkunde heran.

Auch im Abitur kann die Geografie nach wie vor ein Thema sein und oftmals als Prüfungsfach gewählt werden.

Dass ein entsprechendes Unterrichtsangebot im Rahmen der gymnasialen Oberstufe bestehen muss, um das Abitur in Geografie abzulegen, liegt in der Natur der Sache. Interessierte müssen also sicherstellen, dass Erdkunde in der Oberstufe unterrichtet wird.

Dann können sie sich gegebenenfalls für einen entsprechenden Grundkurs oder Leistungskurs entscheiden und sich im Zuge des Abiturs in Geografie mündlich oder schriftlich prüfen lassen.

Eine solide Vorbereitung ist für eine gute Abiturnote in Geografie das A und O. Die Prüflinge bekommen hier nichts geschenkt und müssen ihr fundiertes Wissen unter Beweis stellen. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass sie die Inhalte des Unterrichts verinnerlicht haben und die vermittelten Kompetenzen in der Praxis anwenden können.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass man im Vorfeld ergründet, was aktuell im jeweiligen Bundesland in der Abiturprüfung in Geografie verlangt wird.

Typische Themen der Abiturprüfung in Geografie

In Deutschland obliegen Bildungsangelegenheiten den Ländern, weshalb es auch beim Abitur in Geografie von Bundesland zu Bundesland Unterschiede geben kann. Die Länder veröffentlichen jährlich aktuelle Vorgaben und geben so vor, welche Themen im landesweiten Zentralabitur abgefragt werden. Pauschalisierungen kann es hier folglich kaum geben.

Obwohl im Bereich des Geografie-Abis ein stetiger Wandel stattfindet und es einen wesentlichen Unterschied macht, in welchem Bundesland die Abiturprüfung abgelegt wird, zeichnen sich einige Parallelen ab.

Zunächst sollten angehende Abiturienten wissen, dass sie keine Landkarten auswendig kennen müssen, aber gewisse Kenntnisse zur Orientierung auf der Welt mitbringen sollten. Außerdem müssen sie in der Lage sein, Diagramme und Schaubilder auszuwerten. Weiterhin sind die folgenden typischen Prüfungsthemen im Abitur in Geografie zu nennen.

Stadtentwicklung und Stadtstrukturen

Demografische und soziale Prozesse sorgen für einen Wandel der Städte und stellen diese vor große Herausforderungen. Weltweit zeichnet sich eine Verstädterung in Verbindung mit einer Landflucht ab.

Landwirtschaftliche Strukturen in verschiedenen Klima- und Vegetationszonen

Die Kenntnis verschiedener Vegetations- und Klimazonen ist ein zentrales Anliegen des Erdkundeunterrichts. Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Abitur erfahren zudem Wissenswertes über landwirtschaftliche Produktionen auf der Welt. Dabei werden direkte Bezüge zu aktuellen Themen, wie zum Beispiel dem Klimawandel, Nachhaltigkeit und Ressourcenknappheit, hergestellt.

Sozialökonomische Entwicklungsstände von Räumen

Räumliche Disparitäten und demographische Prozesse sind zentrale Themen des Bereichs „Sozialökonomische Entwicklungsstände von Räumen“, der nicht nur Gegenstand des Geografieunterrichts ist, sondern auch im Abitur explizit geprüft werden kann.

Bedeutungswandel von Standortfaktoren

Insbesondere industriell geprägte Räume erleben einen grundlegenden Strukturwandel. Die damit verbundenen Prozesse und Herausforderungen können in der Abiturprüfung im Fach Geografie thematisiert werden.

Dienstleistungen in ihrer Bedeutung für Wirtschafts- und Beschäftigungsstrukturen

Dass sich das Abiturfach Geografie nicht nur mit der Lage von Ländern und Städten befasst, wird schnell deutlich. So stehen unter anderem regionale Wirtschaftsfaktoren auf dem Lehrplan und kommen vielfach auch im Abitur dran.

Die richtige Vorbereitung auf die Abiturprüfung in Geografie

Die Komplexität der möglichen Themen im Abitur in Geografie sowie die Kompetenzen, die dazu beherrscht werden müssen, sorgen dafür, dass es eine echte Herausforderung sein kann, sich angemessen vorzubereiten. Mit dem reinen Auswendiglernen von Ländern und Hauptstädten ist es hier längst nicht getan.

Daher sollten Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe, die sich für Erdkunde als Abiturfach entschieden haben, eine intensive Vorbereitung durchlaufen. Für Lernende auf dem zweiten Bildungsweg sowie Autodidakten, die sich auf das Nichtschülerabitur vorbereiten, gilt dies ebenfalls.

Da die länderspezifischen Vorgaben zum Abitur jährlich angepasst werden, ist es entscheidend, dass die angehenden Prüflinge auf dem laufenden Bleiben. Im Handel finden sich stets Abiturhilfe für das Fach Geografie, die auf dem neuesten Stand sind und somit offenbaren, was auf die angehenden Abiturienten zukommt.

Solche Hilfsmittel zur Vorbereitung zu nutzen, ist ein absolutes Muss. Darüber hinaus bietet es sich an, die zentralen Schwerpunkte des Geografie-Unterrichts in eigenen Worten zusammenzufassen und ein Glossar zu erstellen.

Es ist auch empfehlenswert, den Umgang mit Atlanten zu üben und herauszufinden, welcher Atlas zur Prüfung zugelassen ist. Grundsätzlich sollten die Prüflinge die verschiedenen Aufgabentypen kennen und üben, um bestens vorbereitet in die Abiturprüfung in Geografie gehen und dort glänzen zu können.

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