Abitur auf dem zweiten Bildungsweg wiederholen

Es kommt gar nicht selten vor, dass Schüler/innen das Abitur nicht im ersten Anlauf schaffen und erst einmal durchfallen. Einige verlieren dann den Mut und verlassen die Schule ohne Abitur, um im Beruf Fuß zu fassen und den Misserfolg des vermasselten Abiturs hinter sich zu lassen. Mitunter haben sie immerhin das Fachabitur und können so an einer Fachhochschule studieren.

Ansonsten ist ein Berufseinstieg über eine Ausbildung eine Option und kann durchaus den Startschuss für eine aussichtsreiche Karriere geben. Dass man das Abitur nicht besteht, muss also keine Katastrophe sein, denn auch ohne Abitur hat man viele Möglichkeiten und kann sogar studieren.

Wer bereits einmal durch die Abiturprüfung gefallen ist und sich dann von der Schule losgesagt hat, trägt dies zuweilen ein Leben lang mit sich herum und empfindet dies als Makel. Der zweite Bildungsweg kann hier Abhilfe schaffen und bietet Erwachsenen die Gelegenheit, das Abitur nachzumachen.

Das Versäumnis aus der Vergangenheit lässt sich so wettmachen, wodurch das eigene Selbstwertgefühl enorm gesteigert werden kann. Hier auf Abitur.info erfahren Interessierte mehr über das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg.

Abitur wiederholen – So geht’s

Wenn man das Abitur nicht im ersten Anlauf schafft, ist dies bedauerlich, aber keineswegs endgültig. Die Abiturprüfung kann einmal wiederholt werden, so dass man die Chance hat, aus den eigenen Fehlern zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen.

Schüler/innen bleiben einfach sitzen und starten im folgenden Jahr einen erneuten Anlauf, indem sie ein weiteres Jahr die Schulbank drücken und dann erneut am Abitur teilnehmen. Junge Menschen, die dies nicht wollen, können zu einem späteren Zeitpunkt in ihrem Leben den zweiten Bildungsweg für ihren Wiederholungsversuch nutzen und auf diese Art und Weise ihr Abitur nachholen.

Der zweite Bildungsweg als Chance für Abi-Wiederholer

Nach einer nicht bestandenen Abiturprüfung bleibt man gewissermaßen sitzen und kann das Ganze einfach im folgenden Jahr wiederholen. Viele Schüler/innen entscheiden sich aber dagegen und verlassen die Schule ohne Abi. All diejenigen, die dies später bereuen, sollten an den zweiten Bildungsweg denken.

Dieser bietet die Möglichkeit, das Abitur nachzuholen. Viele Abitur-Nachholer starten so ihren ersten Versuch, wobei einige auch als Wiederholer in Erscheinung treten. Nach einem vermasselten Abitur kann man einen Wiederholungsversuch starten. Dieser muss nicht zwingend direkt im Folgejahr stattfinden, so dass der zweite Bildungsweg eine große Chance für Abi-Wiederholer darstellt.

Im zweiten Versuch muss das Nachholen des Abiturs klappen, denn ansonsten ist man endgültig durchgefallen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man den ersten Versuch vor vielen Jahren zu Schulzeiten oder als Erwachsener auf dem zweiten Bildungsweg unternommen hat.

Bei der Anmeldung zur Abiturprüfung muss man wahrheitsgemäß Auskunft darüber geben, ob man bereits durch das Abitur gefallen ist. Dabei muss man auch angeben, wie viele Versuche man bereits unternommen hat. Anhand dessen wird über die Zulassung zum Abitur entschieden.

Wie geht man mit einem misslungenen Abitur auf dem zweiten Bildungsweg um?

Wenn man auf dem zweiten Bildungsweg scheitert und endgültig durch das Abitur fällt, ist dies ein herber Rückschlag für die Lehrgangsteilnehmer. Wer sein Abitur nachholen will, hat ambitionierte Pläne und stellt hohe Anforderungen an sich selbst. Gelingt es nicht, den eigenen Erwartungen gerecht zu werden, ist dies ein immenser Misserfolg.

Vor allem nach mitunter einigen Jahren des Lernens neben dem Beruf und/oder der Familie ist es deprimierend, den ersehnten Abschluss nicht zu erhalten. Die damit verbundenen Pläne und Hoffnungen muss man so aufgeben und sich erst einmal Zeit nehmen, um dies zu verkraften.

Wer sein Abitur nebenbei nachholen wollte, muss immerhin keine Lücke im Lebenslauf fürchten, die immer wieder erklärt werden muss. Möglicherweise kann man durch den Abiturlehrgang immerhin den schulischen Teil des Fachabiturs anerkannt bekommen und steht somit nicht mit vollkommen leeren Händen da.

Grundsätzlich ist ein Scheitern aber keine Schande und gehört zum Leben dazu. Indem man sich dies eingesteht, kann man das endgültige Durchfallen durch das Abitur deutlich besser verkraften. Dass ein Studium ohne Abitur heutzutage nicht ungewöhnlich ist, kann ebenfalls sehr tröstlich sein.

Was passiert, wenn man das Abitur endgültig nicht bestanden hat?

Hat man die Abiturprüfung auch im zweiten Anlauf nicht bestanden, ist man endgültig durchgefallen und muss sich damit abfinden, dass man ohne Abitur durchs Leben gehen muss. Wer andere Pläne hatte, muss erst einmal damit fertigwerden, aber grundsätzlich ist das Durchfallen durch das Abitur kein Weltuntergang.

Erwachsene, die das Abitur nachholen wollten, verfügen zumeist über berufliche Qualifikationen, so dass ihr weiterer Werdegang nicht von der allgemeinen Hochschulreife abhängt. Das Abitur kann zwar von Vorteil sein, ist aber selbst für ein Studium längst kein Muss mehr.

Beruflich Qualifizierte und Absolventen einer beruflichen Aufstiegsfortbildung haben auch ohne Abitur Zugang zum Studium und müssen sich diesbezüglich nicht in Verzicht üben.

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